Wissenschafts- und Dienstleistungszentrum
Hightech und bodenständiges Handwerk, barocke Adelssitze und kühne Architektur, historischer Stadtkern und wegweisender Städtebau - in Westfalens
Hauptstadt sind das keine Gegensätze, sondern Facetten einer lebendigen, jungen Stadt mit rund 50.000 Studierenden.
Fortschritt, der in Tradition wurzelt, prägt die 280.000 Einwohner zählende Hochschulstadt. Schaltstellen aus Wirtschaft, Verwaltung, Forschung,
Kultur und sozialem Leben haben ihren Standort in einer Region mit über 1,5 Millionen Menschen.
"Lebenswerteste Stadt der Welt"
In Städtevergleichen findet sich Münster nicht selten in der Rolle des Vorreiters. Mit der Verleihung des LivCom-Award 2004 gehört sie zu den
Gewinnerinnen der Auszeichnung "Lebenswerteste Stadt der Welt". Der Titel "Bundeshauptstadt im Klimaschutz" erhielt sie bereits zum zweiten Mal, sie wurde zur
Online-Hauptstadt Deutschlands gekürt und ist nicht nur Verkehrsexperten als Fahrradmetropole der Republik ein Begriff. In Münster gibt es mehr Räder
(über eine halbe Million) als Einwohner, mehr als 40 Prozent aller Fahrten werden mit der "Leeze" erledigt. Über 270 Kilometer Radwege und radlerfreundliche
Verkehrslösungen sprechen eine deutliche Sprache. Beispiele: die Radstation, eine Tiefgarage mit Rundum-Service für 3.300 Räder vor dem Hauptbahnhof und das
Fahrrad-Parkhaus mit 300 Stellplätzen im neuen City-Einkaufszentrum Münster Arkaden.
8 Hochschulen
Das Image der westfälischen Metropole mit rund 70 Prozent Grünfläche prägen unter anderem 11 Gerichte (darunter der Verfassungsgerichtshof NRW),
das I. Deutsch-Niederländische Korps, der Landschaftsverband Westfalen-Lippe sowie landes- und bundesweit tätige Banken und Versicherungen sowie 8
Hochschulen. Die Größte ist die Westfälische Wilhelms-Universität, die Kleinste die Philosophisch-Theologische Hochschule und die Jüngste die 2008 gegründete Deutsche
Hochschule der Polizei. Zudem hat sich das Oberzentrum Münster als Standort zukunftsweisender Technologien profiliert. So haben neben Instituten für Nano-
und Biotechnologie das Max-Planck-Institut für Molekulare Biomedizin und das Leibniz-Institut für Arterioskleroseforschung ihren Sitz in Münster.
Freie Wahl - Freizeitgestaltung
In Münster spannt sich der Bogen von den stolzen Giebeln der Vergangenheit zu den kühnen Formen der Moderne. Das Stadtbild wurde nach dem Zweiten
Weltkrieg dank des behutsamen Wiederaufbaus der historischen Altstadt um den Prinzipalmarkt bewahrt.
Besucher lernen die Heimat von Deutschlands größter Dichterin Annette von Droste-Hülshoff als einen Ort mit hohem Freizeitwert kennen: als Stadt
der internationalen "skulptur projekte", der Galerien und Theater, der Tagungen und Kongresse. Nahezu 30 Museen, an die 20 Kinosäle, die Städtischen
Bühnen mit Schauspiel, Musik-, Tanz- und Kindertheater sowie eine lebendige Kunstszene sind nicht nur für Münsteraner Anziehungspunkt. Einheimische
wie Gäste zieht es auch in den revitalisierten Stadthafen. Dort am Kreativ-Kai ist eine attraktive Ausgeh- und Kulturmeile gewachsen, gepaart mit der
Ansiedlung kreativer Dienstleister. Und auch in den 800 Lokalen der Stadt herrscht Gedränge an Tischen und Theken, 3.800 Hotelbetten stehen für Gäste bereit.
Friedensstadt
Toleranz und Frieden sind Leitmotive, die für das Selbstverständnis und die Geschichte der Stadt stehen. Das eine ist die Voraussetzung für das
andere - diese Erfahrung machten im Dreißigjährigen Krieg die Vertreter der europäischen Mächte, bis sie nach 5 Jahren zähen Ringens am 24. Oktober 1648
in Münster und Osnabrück die Verträge für den Westfälischen Frieden unterzeichneten. 350 Jahre danach warb Münster 1998 unter der Leitidee "Europa, Region,
Zukunft" für ein tolerantes, weltoffenes und friedliches Europa. Höhepunkt war der Besuch von 20 europäischen Staatsoberhäuptern am 24. Oktober 1998.
Seit 1998 verleiht die Wirtschaftliche Gesellschaft für Westfalen und Lippe im zweijährigen Turnus in Münster den "Preis des Westfälischen Friedens".
Der mit 50.000 Euro höchstdotierte deutsche Friedenspreis wird in 2 gleichwertigen Kategorien jeweils an eine Persönlichkeit in Würdigung ihres Lebenswerkes
und an eine Jugendgruppe vergeben, die zum Vorbild für Ausgleich und Frieden geworden ist. Zuletzt erhielten den Friedenspreis im Jahr 2008 die "Gemeinschaft
junger Malteser" für ihr Libanon-Projekt und der ehemalige UNO-Generalsekretär Kofi Annan. (Quelle: Stadt Münster /
www.muenster.de)